Erfahrungsbericht Thomas Rottler

In meiner „normalen“ Tätigkeit als Probenehmer war ich es nicht gewohnt, durchgängig körperliche Arbeit zu leisten und so früh aufzustehen. Nach einer Woche konnte ich mich gut daran anpassen. Die größte Herausforderung war gleichzeitig zur körperlichen Arbeit ein Zeitmanagement zu führen, sich die Namen der Tiere zu merken und die Arbeitsabläufe zu studieren, damit man sich gut im Team integrieren kann.

Bevor ich das Praktikum gemacht habe wusste ich nichts über soziales Verhalten von Hühnern und Pferden. Aber dadurch dass ich so intensiv in den Alltag der Tiere eingebunden war und die Pferde sich frei auf dem Hof bewegen können, habe ich viel darüber gelernt. Erstaunlicherweise ist dass eher nebenbei passiert. Meine Hauptaufmerksamkeit hat sich durch eine gut koordinierte Arbeitsvorgabe darauf gerichtet schnell und effektiv zu arbeiten. Das war in der Übergangsphase sehr fordernd aber dank der geduldigen Mitarbeiter machbar.

Es gab Momente, an denen ich an mir zweifelte, weil ich Fehler gemacht habe und meine Arbeitsqualität nicht befriedigend war. Zum Glück habe ich mich dann daran erinnert, dass die Tiere hier nicht mehr leben würden, wenn es nicht so engagierte Leute wie Claudia und Christof gäbe. Das gab mir Kraft und Ausdauer um motiviert weiterzumachen.

Ich habe noch nie einen Hof wie diesen gesehen, wo die Tiere so artgerecht behandelt werden und hoffe dass noch mehr Menschen die Stiftung unterstützen, egal wie. Wie diesen schwachen Moment gibt es auch sehr angenehme Erinnerungen aus dieser kurzen aber intensiven Zeit. Ich denke da an: den Anblick des sauberen Hofs nach dem Morgenstall, das friedliche Gackern der Hühner, die überglücklichen Pferde wenn sie auf die Weide heraus galoppieren, das gemeinsame Essen und scherzen mit Claudia und Christof und vieles mehr.

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